Umwelt-Ratgeber Bau

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Praxishandbuch für Bau- und Immobilienfachleute
Autor: Dipl.-Ing. Siegmund Kaub

 

Kaub Umwelt Consult
Beratende Ingenieure
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Dioxine

Polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD), oft vereinfacht als Dioxine bezeichnet, ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von 75 hochtoxischen organischen Chlorverbindungen. Von besonderer Bedeutung ist das akut giftige, krebserzeugende und erbgutschädigende Tetrachlor-dibenzo-para-dioxin (2,3,7,8- TCDD, Seveso-Gift), auf dessen Toxizität die Gesamtkonzentrationen der verschiedenen Dioxine in der Regel umgerechnet werden. Dioxine entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei der Herstellung verschiedener chlororganischer Verbindungen aber auch bei unvollständigen Verbrennungsprozessen wie der Verschwelung von Kunststoffen oder isolierten Kabeln in Müll-Verbrennungs-anlagen oder der Verhüttung kunststoffbehafteter Metallabfälle. In der Bauwirtschaft spielen Dioxine bei der Sanierung von Altlasten, Brandschäden, ehemaligen Industrieanlagen (z.B. Metall-hütten) oder Sportplatzbelägen (> Kieselrot) eine wichtige Rolle. Die Notwendigkeit von Bodensanierungsmaßnahmen besteht bei Überschreitung nutzungsabhängiger Bodenbelastungen, die in Form sogenannter > Maßnahmewerte in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung festgelegt sind.

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